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Wasserversorgung

Das Trinkwasser ist die Nummer 1 unter den Lebensmitteln !
Wasser ist eine wesentliche Voraussetzung für Leben.

Sauberes Trinkwasser ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben. Daher ist Trinkwasser das am besten kontrollierte Lebensmittel in unserem Alltag: Für kein anderes Lebensmittel existieren so viele und so strenge Grenzwerte und Vorschriften. Grund genug, sorgfältig damit umzugehen und es nicht zu verschwenden.

Fakten: Damit das Wasser die ca. 4000 Haushalte in Hüllhorst erreichen kann, sind in den Straßen und Wegen unserer Gemeinde ca. 197 km Hauptleitungen verlegt.  Im Jahr 2019 wurden in der Gemeinde Hüllhorst rd. 580.000 m³ Wasser verbraucht. Das öffentliche Wasserverteilungsnetz besteht seit 1961.

Gefördert wird das Wasser aus dem Urstromtal der Weser im Ortsteil Südhemmern der Gemeinde Hille. 

Zur Sicherstellung der Wassergewinnung ist Hüllhorst Mitglied im Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen. Der WBV Am Wiehen und der WBV Kreis Herford-West haben 2020 das Kooperationsnetzwerk Trinkwasser in OWL gegründet und eine gemeinsame Informationskampagne zur Trinkwassernutzung ins Leben gerufen.


Detaillierte Informationen zur Trinkwasserversorgung in OWL finden sich auf der Internetplattform www.trinkwasser-in-owl.de.  Dort sollen die Projektfortschritte ab sofort kontinuierlich und aktuell dargestellt werden.

 

Trinkwasserampel


Das Trinkwasser für Hüllhorst wird durch den Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ gewonnen und an die Verbandsmitglieder Hüllhorst, Löhne, Bad Oeynhausen und Hille geliefert. An heißen und trockenen Spitzenverbrauchstagen reichen die Förder- und Bezugsmengen jedoch zur Deckung des Tagesbedarfes nicht immer aus. Über einige Tage können die fehlenden Mengen durch einen Trinkwasservorrat in Hochbehältern ausgeglichen werden. Mit den Klimaveränderungen und der damit verbundenen Trockenheit (Dürremonitor Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) der vergangenen Jahre wurde klar, dass dieser Vorrat nicht ausreicht. Der Wasserbeschaffungsverband hat deshalb bereits vor mehr als 2 Jahren entschieden, mit den Planungen eines neuen Behälters mit 10.000 m³ Fassungsvermögen zu beginnen. Der voraussichtlich im Frühjahr 2021 fertig zu stellende Behälter wird gerade in Zeiten hoher Abnahmespitzen für Entlastung sorgen.

Bis es soweit ist, bitten wir um Ihre aktive Mithilfe. Durch Ihr Abnahmeverhalten können Sie maßgeblich mithelfen, dass wir die Spitzenabnahmezeiten, gerade an sonnigen Tagen und längeren Trockenzeiten, auch in diesem Jahr meistern werden.

Der Wasserstand im zentralen Trinkwasserhochbehälter Bergkirchen konnte trotz des extrem heißen und trockenen Wetters der letzten Tage über der kritischen Marke gehalten werden.

Die Wasserversorgung war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Unter anderem hat Ihr vorbildliches Verbrauchsverhalten zu diesem tollen Ergebnis geführt.

Tipps und weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite www.trinkwasser-in-owl.de

Hierzu stellen wir mittels einer Ampel täglich Hinweise zum möglichen Umgang mit Trinkwasser online. Genaueres zum Stand des zentralen Behälters des Wasserbeschaffungsverbandes in Bergkirchen und dem Trend erfahren Sie über diesen Link: 200904 Grafik Behälterstand Bergkirchen aktuell

Preise

 Preise für Wasser 

Verbrauchsgebühr (m³)    1,52 €
Grundgebühr pro Monat - Nennleistung bis  
  Qn 2,5 / Q3 = 4      3,00 €
  Qn 6 / Q3 = 10      7,20 €
  Qn 10 / Q3 = 16    12,00 €
  Qn 40 (Nennweite 80 mm) / Q3 = 63    48,00 €
  Qn 60 (Nennweite 100 mm) / Q3 = 100    72,00 €
BaukostenzuschussTrinkwasser (m²) 

    0,80 €

+ Hausanschlusskosten

Die genannten Beiträge und Gebühren sind Nettobeträge. Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist hinzuzurechnen. 

Preise für Standrohrausleihe

Miete für das Standrohr je Kalendertag

1,15 € netto /  1,23 € brutto

Einmalige Benutzungspauschale je Mietvertrag 

25,00 € netto /  26,75 € brutto

Wasserverbrauch, Wassergebühr je m³   

1,52 € netto /  1,63 € brutto

Schmutzwassergebühr je m³    2,40 € (ohne MwSt.)

Die Mehrwertsteuer wird in der gesetzlich festgelgten Höhe erhoben.

Vor Aushändigung des Standrohres ist eine Kaution von 500,-- € an die Gemeinde Hüllhorst zu überweisen. IBAN DE91 4905 0101 0002 000016

Kontakt für Standrohrausleihe: +49 5744-921 126 | +49 5744-9315 222

Dokumente zum Herunterladen

Hinweise

Schutz vor Legionellen im Trinkwasser

Damit das Trinkwasser nicht durch Legionellen verkeimt wird, muss das warme Brauchwasser eine Mindesttemperatur von 55 Grad Celsius haben.

Uran im Trinkwasser

Die Medien berichten zurzeit über Uran im Trinkwasser. Zu dieser Thematik hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. folgende Fakten veröffentlicht:

Geltende Leitwerte und Regelungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt einen Leitwert von 15 Mikrogramm je Liter (µg/l) als „gesundheitlich lebenslang duldbar“ vor.

Das Umweltbundesamt als national zuständige Behörde empfiehlt für die Bundesrepublik einen niedrigeren Wert: 10 µg/l. Weder in der EU-Trinkwasserrichtlinie noch in der nationalen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist ein Grenzwert für Uran festgesetzt.

Obwohl die Messung von Uran im Trinkwasser derzeit nicht vorgeschrieben ist, wird sie von vielen Trinkwasserversorgern durchgeführt, um vor Ort Fragen ihrer Kunden beantworten zu können. Grundsätzlich ist Trinkwasser in Deutschland eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Die Unternehmen nehmen stetig Proben, um die Trinkwasserqualität zu prüfen. Außerdem gibt es Kontrollen durch die Gesundheitsbehörden.

Speziell bei der aktiven Werbung für Produkte gilt für Mineralwasserhersteller eine besondere Vorschrift: Mineralwasser darf nur dann „als besonders geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ deklariert werden, wenn es weniger als 2 µg Uran/l enthält. Dieser Wert ist jedoch nicht gesundheitlich abgeleitet, sondern wurde allein im Zusammenhang mit der Werbung festgelegt.

Für die gesetzlichen Vorgaben und gesundheitlichen Bewertungen der Qualität des Trinkwassers in Deutschland sind das Bundesministerium für Gesundheit sowie als zuständige Fachbehörde das Umweltbundesamt zuständig.

Das Schwermetall Uran

Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowieWasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen.

Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich. Einträge können über den Uranbergbau und die Verbrennung von Kohle erfolgen. Außerdem sind weitere nicht-natürliche Einträge möglich.

Es ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung und der radiotoxischen Wirkung zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität, als vielmehr die chemische Toxizität von Bedeutung.


Trinkwasser und Pflanzenschutzmittel

Immer häufiger werden belastende Stoffe, die eindeutig aus den Wohngebieten in die Umwelt gelangen, in den Gewässern festgestellt. Rund ums Haus und in den Gärten werden Unkrautbekämpfungsmittel, sog. Totalherbizide, eingesetzt.

Die Wirkstoffe können mit dem nächsten Regen in das Grundwasser, in Bäche und Flüsse gelangen. Damit werden nicht nur die Gewässer belastet, diese Stoffe bilden auch eine Gefahr für Ihr Trinkwasser.
Totalherbizide sind für die Wasserwirtschaft problematisch. Sie gefährden bei falscher Anwendung die Einhaltung des Trinkwasser-Grenzwertes von 0,1 Mikrogramm je Liter für Pflanzenschutzmittel.
Die Verschmutzung des Rohwassers vorsorglich zu vermeiden ist wesentlich besser, als eine kostenintensive nachträgliche Entfernung dieser Problemstoffe.

Durch den Verzicht auf die Anwendung derartiger Mittel kann man wirksam zum Schutz der Umwelt und Gewässer beitragen und läuft nicht Gefahr, illegal zu handeln, denn die Anwendung von Totalherbiziden auf asphaltierten, betonierten oder anderweitig befestigten Flächen und Wegen (z.B. Garagenzufahrten, Parkplätze, Hauszuwegungen), über die ein Eintrag in Gewässer direkt oder indirekt (z.B. Kanalisation, Drainagen) zu befürchten ist, ist verboten!

Ein solcher Einsatz von Totalherbiziden verstößt gegen das Pflanzenschutzgesetz. Diese Ordnungswidrigkeit ist mit einer Geldbuße bis zu 50.000,-- € belegt. Vor dem Kauf und der Anwendung von Unkrautbekämpfungsmitteln sollte die Gebrauchsanleitung des jeweiligen Mittels genau beachtet werden.



Qualität

Härtebereich Trinkwasser

Sie möchten wissen, welchen Härtebereich Ihr Trinkwasser hat ? 

Hier können Sie sich über die aktuelle Trinkwasseranalyse sowie die der letzten Jahre informieren:

Trinkwasseranalyse 2020 (Stand Januar 2020)

Trinkwasseranalyse 2019 (Stand Januar 2019)

Trinkwasseranalyse 2018 (Stand Januar 2018)

Notdienst Wasserversorgung