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Förderprogramme

Aus dem Bereich Bauen & Wirtschaft:

Bevor Sie den ersten Spatenstich machen können, müssen Sie als Bauherr wichtige Voraussetzungen schaffen. Die bedeutendste ist dabei sicherlich eine solide Finanzierung. Um die Finanzierungssumme zu ermitteln, addieren Sie alle Kostenfaktoren des Bauvorhabens (z.B. Grundstückskaufpreis, Erschließungskosten, Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Baukosten, Honorare, Gebühren, Versicherungen). Der Bedarf an Fremdmitteln wird festgestellt, indem Sie Eigenkapital und Eigenhilfe von den Gesamtkosten abziehen. Vergessen Sie nicht, auch die Möglichkeiten der öffentlichen Förderung zu überprüfen. Eine optimale Nutzung der staatlichen Bauförderung hilft Ihnen, Ihre finanzielle Belastung zu mindern.

Kommunales Förderprogramm der Gemeinde Hüllhorst - Förderung: Bau von Regenwassernutzungsanlagen (Zisternen) 

Die Gemeinde Hüllhorst fördert den Bau von Regenwassernutzungsanlagen (Zisternen). Ziel der Förderung ist es, durch die Verwendung von Regenwasser für die Gartenbewässerung, zur Toilettenspülung oder für die Waschmaschine, den Verbrauch von Trinkwasser zu reduzieren.

1. Fördervoraussetzungen

1.1 Aus gemeindlichen Haushaltsmitteln können Zuschüsse zu dem Bau einer Regenwassernutzungsanlage (Zisterne) gewährt werden.

1.2 Eine Förderung erfolgt nach Beantragung und Fertigstellung der Regenwassernutzungsanlage.

1.3 Die Zuschüsse sind freiwillige Leistungen der Gemeinde Hüllhorst, auf die seitens der Antragsteller kein Rechtsanspruch besteht. Die Förderung erfolgt nur im Rahmen der im Haushaltsplan der Gemeinde Hüllhorst bereitgestellten Mittel. Das kommunale Förderprogramm kann durch Beschluss der Gemeinde Hüllhorst wieder aufgehoben werden.

1.4 Antragsberechtigt sind alle privaten Hauseigentümer und Erbbauberechtigte im Grundstücksaltbestand, als auch in Neubaugebieten innerhalb der Gemeinde Hüllhorst.

1.5 Die Richtlinien zum Bau von Regenwassernutzungsanlagen (Zisternen), die Anforderungen nach DIN 1988 sind bei der Ausführung zu beachten. 


2. Förderkriterien

2.1 Förderfähig sind:

a)    je Hausgrundstück eine angeschlossene Regenwassernutzungsanlage (Zisterne),

b)    es handelt sich um einen einmaligen Zuschuss je Hausgrundstück,

c)    die Regenwassernutzungsanlage (Zisterne) muss ein Mindestfassungsvermögen von 1,6 m³ haben und

d)    nur über Niederschlagswasser gespeist werden.

2.2 Nicht förderfähig sind:

Nicht förderfähig sind:

a)       Ein Zusammenschluss von mehreren Behältern um in der Summe auf das Mindestfassungsvermögen von 1,6 m³ zu kommen,

b)       oberirdische Regenwasserrückhaltungen.

3. Bemessung der Zuschüsse

3.1 Der Förderbetrag beträgt einmalig (Verwendung von Regenwasser für die Gartenbewässerung)

a)       bei einem Speichervolumen von 1,6 – 2,99 m³ = 300,00 €

b)       bei einem Speichervolumen von 3,0 – 3,99 m³ = 450,00 €

c)        bei einem Speichervolumen von 4,0 – 4,99 m³ = 600,00 €

d)       bei einem Speichervolumen ab 5,0 m³ = 750,00 €.

3.2 Der Förderbetrag beträgt einmalig (Verwendung für die Toilettenspülung und für die Waschmaschine)

   a)    bei einem Speichervolumen von 1,6 – 2,99 m³ = 600,00 €

   b)    bei einem Speichervolumen von 3,0 – 3,99 m³ = 900,00 €

   c)    bei einem Speichervolumen von 4,0 – 4,99 m³ = 1200,00 €

   d)    bei einem Speichervolumen ab 5,0 m³ = 1500,00 €.

3.3 Die Förderhöchstgrenze je Hausgrundstück und Regenwassernutzungsanlage (Zisterne) sowie Verwendung liegt bei 1500,00 €.

4. Antragstellung

Anträge sind schriftlich, unter Angabe

a)       des betreffenden Hausgrundstückes,

b)       des Fassungsvolumens der Regenwassernutzungsanlage (Zisterne) und

c)        Bankverbindung des Eigentümers (gem. Nr. 1.4)

 

formlos bei der Gemeinde Hüllhorst, Löhnerstraße 1, 32609 Hüllhorst zu stellen.

5. Bewilligung

Die Anträge werden im Rahmen der laufenden Verwaltung bewilligt. Wenn die beantragten Zuschüsse die bereitgestellten Mittel übersteigen, erfolgt die Bewilligung nach der Reihenfolge der Antragseingänge.

Der Gemeindeentwicklungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Hüllhorst wird über die jährlich bewilligten Anträge informiert.

6. Auszahlung und Abnahme

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt erst nach Fertigstellung der Baumaßnahme und Vorlage einer Fachunternehmerbescheinigung über die ordnungsgemäße Installation sowie Vorlage einer Rechnungskopie (Einbau Regenwassernutzungsanlage). Eine Auszahlung der Fördermittel kann dann nach positiver Antragsprüfung auf das im Antrag angegebene Konto erfolgen.

7. Inkrafttreten

Die Fördermaßnahme tritt am 01.07.2021 in Kraft.

 

Aus dem Bereich Klimaschutz:

Kommunales Förderprogramm der Gemeinde Hüllhorst - Pflanzung von Klimaschutzbäumen

Das Pflanzen von Bäumen trägt auf vielfältige Art zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung bei. Mit den neuen Förderprogramm unterstützen wir Kindergärten, Schulen, Vereine, Verbände und Kirchengemeinschaften, mehr Grün auf ihrem Gelände zu schaffen und damit auch die biologische Vielfalt zu steigern.

Maximal fünf Bäume pro Einrichtung können beantragt werden – zur Auswahl stehen für 2022 diese fünf Laubbäume und zwei Obstbäume:

-          Spitzahorn

-          Silberlinde

-          Robinie

-          Blumenesche

-          Mehlbeere

-          Elstar (Apfel)

-          Conference (Birne)

Im Antrag ist eine Skizze zum gewünschten Standort der Bäume zur Prüfung der Abstände und der Verkehrssicherheit einzureichen. Mit dem Förderprogramm verpflichten sich alle Antragssteller für fünf Jahre, die Bäume zu bewässern sowie Unkraut und Wildwuchs zu entfernen.

Anträge für das Jahr 2022 können bis zum 15. September an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde (j.bachmann@huellhorst.de) gestellt werden.

Die Bäume werden vom Bauhof bestellt und können voraussichtlich Anfang November von dort abgeholt werden.

Formulare zum Herunterladen:




Förderprogramme über die Kreisbehörde

Sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung unterstützen den Eigenheimbau mit Förderbeiträgen. Nähere Informationen zu den verschiedenen Förderwegen erhalten Sie bei den zuständigen Ministerien des Bundes und des Landes NRW.

Beantragt werden die Fördermittel des Landes NRW für ein Bauvorhaben in Hüllhorst beim Kreis Minden-Lübbecke. Als Bewilligungsbehörde kann Sie zu den einzelnen Finanzierungshilfen nähere Auskunft geben.

Allgemein gilt, dass sich die Förderung in der Regel an der Anzahl der Angehörigen des Haushalts und deren Gesamteinkommen orientiert. Darüber hinaus sollten Sie sich nach speziellen Förderungen im Rahmen flächensparenden Bauens, energiesparender Bauweisen sowie der Denkmalpflege erkundigen.

Ferner ist beim Bau und Erwerb von Wohneigentum auch eine frühzeitige steuerrechtliche Beratung sinnvoll. Weitergehende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie u.a. bei Ihrem Finanzamt.