Gemeinde Hüllhorst

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22.11.2017

Hüllhorst hisst die Fahne "Frei leben-ohne Gewalt"

Hüllhorst hisst die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“

TERRE DES FEMMES Fahnenaktion zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ am Samstag , 25.11.2017

Vom 23. bis 27. November 2017 weht vor dem Rathaus Hüllhorst zum siebten Mal die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

2001 ließ TERRE DES FEMMES (Menschenrechte für die Frau e. V.) zum ersten Mal die Fahnen wehen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wehen die Fahnen und Banner jedes Jahr. Zahlreiche Frauenbeauftragte, Verbände und Ministerien greifen die Aktion auf und tragen sie weiter.

Geflüchtete Frauen und Mädchen sind besonders verletzlich und tragen ein erhöhtes Risiko. Häufig haben sie im Herkunftsland als auch auf der Flucht Gewalt erlebt und sind traumatisiert. In Flüchtlingsunterkünften sind sie wieder vermehrt Risiken wie häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, die allein oder mit Kindern unterwegs sind. Hinzu kommt, dass in den Heimatländern Sitten, Bräuche und Frauenrechte oft anders als in Deutschland sind. Dies kann zu Verunsicherung und Rückzug führen. Um dem entgegen zu wirken richten Gleichstellungsbeauftragte Edith Nedelmann und Integrationsbeauftragter Kahraman Tsikha ihren Blick in diesem Jahr insbesondere auf diese Personengruppe.

Gewaltausübung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Sind geflüchtete Frauen (und ihre Kinder) nach den Strapazen der Flucht und erlebter Gewalt in Deutschland angekommen, muss ihre besondere Situation und ihr Schutzbedürfnis anerkannt werden. Sie sind angemessen zu versorgen und gut zu integrieren.

Hierzu sind neben der diesbezüglichen Sensibilität, Unterbringungsstandards wie Unterkünfte nur für Frauen, Vernetzung von Hilfsangeboten und Beschwerdestellen, sowie Rechtbelehrungen und Zivilcourage wichtig.

Die Gemeinde Hüllhorst ermuntert durch die Fahnenaktion von Gewalt betroffene Frauen, sich bei der Gleichstellungsbeauftragten Edith Nedelmann über Hilfsangebote zu informieren. Gleichstellungsstellen sind gut mit Fachleuten aus den Beratungsstellen und Einrichtungen im Mühlenkreis vernetzt. Daher sind Gleichstellungsbeauftragte eine geeignete Anlaufstelle.

In der Gemeinde Hüllhorst sind Gleichstellungsbeauftragte Edith Nedelmann und ihre Vertreterin Monika Rieke Ansprechpartnerinnen (Telefon: 05744 – 93 15 103/111, E-Mail: edith.nedelmann@huellhorst.de). Hier sind Informationen über bestehende Hilfs- Beratungsangebote im Kreis Minden-Lübbecke erhältlich. Dazu werden nach terminlicher Vereinbarung Sprechstunden angeboten.


Hüllhorst, den 20.11.2017 Edith Nedelmann


Frei leben-ohne Gewalt



Foto von links hoch: Integrationsbeauftragter Kahraman Tsikha, Safanali Shabnan, Awas Mahmound, Bürgermeister Bernd Rührup, Fadumo Hashi Muhammad, Jihan Ali und Gleichstellungsbeauftragte Edith Nedelmann engagieren sich für ein freies Leben ohne Gewalt ab Frauen und Mädchen.